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Bericht zur Ausstellung des
United Buddy Bears Kreises

in Berlin vom 28. November 2009 - 14. April 2010

Irgendwie ergab es sich, dass die 148 United Buddy Bears nach Buenos Aires und Montevideo in Berlin überwintern wollten.

Also legten sie einen Zwischenstopp ihrer Weltreise ein.

Die UBB the Minis hatten sich ja mal in dem Hauptbahnhof vorgestellt und der BVG gefiel das so gut, dass sie die Großen den Winter über haben wollten.

So kam es, dass die UBB's das erste Mal als Indoorausstellung zu sehen waren und zwar vom 28. November 2009 bis zum 14. April 2010 in der Dudlerpassage im Hauptbahnhof, als gemeinsames Projekt mit Buddy Bär Berlin. Der Platz wurde deshalb so gewählt, weil hier die Fahrgäste der U55 zum Umsteigen zu den weiteren Zügen durch die Passage mussten. Sie mussten die Bären zwangsweise sehen und hoffentlich stehen bleiben, um sie zu bewundern. Fünf neue Bären wurden für die Länder Aserbaidschan, Rumänien, Kanada, Russische Förderation und Malta gestaltet. Der Künstler für Kanada hatte es leider nicht zur Eröffnung geschafft, und so wurde sein Bär erst einige Wochen später aufgestellt. Der französische UBB feierte die Eröffnung mit, reiste dann aber für eine Woche nach Frankreich, um sich im Louvre vorzustellen. Sein Gestalter, Bruno di Martino, erhielt dort eine Auszeichnung.

Bei der Aufstellung in der Nacht des 26. November, die wieder von den Mitarbeitern vom THW Teltow-Köpenick übernommen worden war, machte ich meine ersten Fotos. Mein Freund Gerd war auch mitgekommen, was gut war. Die Beleuchtung war miserabel und so konnten wir unsere Fotos nur mit unterschiedlichen Kameras machen und dabei hoffen, dass irgend welche schon gut geworden sind.
Die Firma Haberling sorgte mit ihren Transportern dafür, dass die UBB's von der Julius-Leber-Kaserne im Wedding gut zum Hauptbahnhof kamen. Es war schon lustig anzusehen, wie die Bären vom Lastwagen aus weiter transportiert wurden. Das machten die Mitarbeiter von der Firma "baerlin-team", die von der BVG bestellt waren. Man hatte kleine Aluminium-Wagen, die sonst für Warentransporte genommen werden, ausgepolstert. Dort wurde ein Bär längst darauf gelegt, mit dem Fahrstuhl runter gefahren und zur Dudlerpassage geschoben. Das 144 mal plus der vier Sonder-Buddy-Bären wie z.B. Einstein, Weltethos-Bär, "Goldene Regel"-Bär und "Respect for All Life"-Bär. Es wurde alles in der Nacht aufgestellt, damit der Publikumsverkehr nicht behindert wurde. Wir blieben aber nicht die ganze Nacht sondern ließen uns von meinem Sohn, der Taxi fährt, nach vier Stunden nach Hause fahren.

Am 27.11.2009 wurde eine Pressekonferenz abgehalten, die ein wenig mager ausfiel, es waren kaum Presseleute anwesend. Wahrscheinlich, weil die Eröffnung am nächsten Tag stattfand. Mit den drei Journalisten verstand ich mich auf Anhieb sehr gut.

Gemeinsam mit hunderten Gästen eröffneten Andreas Sturmowski, Klaus und Eva Herlitz, der Botschafter von Kasachstan, Nurlan Onzhanov, und die Schauspielerin und Sonderbotschafterin der United Buddy Bears, Dennenesch Zoudé, am 28. November den Kreis der United Buddy Bears im Hauptbahnhof.
Die Stimmung war erfüllt von der Freude, die Bären ab jetzt für vier Monate in Berlin besuchen zu können, bevor sie dann im April 2010 ihre Weltreise fortsetzen.
Viele der internationalen Künstler reisten extra nach Berlin, um die feierlichen Stunden für ein Wiedersehen mit ihrem Bären und den anderen United Buddy Bears-Künstlern zu nutzen. Die Freude für uns war sehr groß als man sich wieder sah. Erinnerungen wurden ausgetauscht an die wunderschöne Zeit im Straßenbahn-Depot in Pankow, wo die meisten UBB's gestaltet wurden, und auch nach dem einen oder anderen Künstler gefragt.
Wir machten viele Fotos. Ich selber nahm Bilder von allen Künstlern mit ihren gestalteten Bären auf, und immer wieder auch, wie sie sich untereinander begrüßten. Ich hatte das Gefühl, dass selbst die Bären über das ganze Gesicht strahlten und sich freuten. Begleitet wurde die Eröffnung von der Saxophonistin Ines Weber, dem Kinderchor der Taunusschule und Berlino, dem Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009.
Mit dem Botschafter von Kasachstan machte ich am entsprechenden Buddy Bear Fotos, zusammen mit Dr. Herlitz. Von anderen Ländern war auch der eine und andere Botschafter erschienen. Ich hatte Mühe, alle zu sehen und anzusprechen, um dann meine Fotos machen zu können. Die mir am längsten bekannten Buddy-Fans, Brigitte und Gottlieb Rausch, machten freundlicherweise Fotos von mir. So hatte ich später schöne Bilder von mir und den Künstlern oder Botschaftern.
Sie durften auch am anschließenden gemeinsamen Essen im Bayrischen Lokal teilnehmen. Es war ein gelungener Tag, der allen gefallen hat.

Ich fuhr nun fast jede zweite Woche hin, um zu fotografieren. Oft kam Gerd mit weil wir mit immer anderen Objektiven neue Motive mit UBB's ausprobierten.
Ab dem 23. Februar gastierte Holyday on Ice in Berlin.
Für die Presse stellten sich die Künstler in der Dudlerpassage bei den Buddy-Bären unter dem Motto "Verliebt in Bärlin" vor. Ein Elch und ein Zebra verliebten sich in die Bären. Auch Stargast DJ BoBo konnte sich für die Bären begeistern und denen gefiel der große Auftritt auch sehr.

Ein anderer Besuch: Auf einer persönlichen Einladung hin kamen Peter Brinkmann mit seiner Frau zur Ausstellung und ließen sich vom Ehepaar Herlitz alles erläutern. Brinkmann wurde bekannt, als er 1989 bei der legendären Maueröffnungs-Pressekonferenz mit dem Berliner SED-Chef Günter Schabowski die Frage stellte, ab wann die Reglung gilt. Dazu gab es auch ein Foto welches ich mit einem Foto vom Bärenkreis kombinierte um ein Gesamtfoto für ein Autogramm erstellte.
Dr. Herlitz hatte mich vorab gebeten, meine Fotos sehr diskret zu machen. Die beiden Fans Brigitte und Gottlieb sowie Gerd waren auch vor Ort. Als sich die für mich erkennbare günstige Gelegenheit ersichtbar war, sprach ich Herrn Brinkmann an und bat um ein Autogramm. Er schaute doch sehr überrascht. Als er das Foto sah, ging ein Strahlen über sein Gesicht und er zeigte es sofort seiner Frau und dem Ehepaar Herlitz. Sofort bedauerte er es, dass niemand eine Kamera mit hatte, um diese Situation festzuhalten. So zeigte ich auf meine Truppe und meinte, wenn er nichts dagegen hat, machen diese die Fotos und ich lasse sie ihm zukommen. Er war glücklich und schrieb mir das Autogramm mit dem Satz: "Ein Tag der Geschichte" und seinen Namen.
So erlebte ich es in ähnlicher Weise mit dem Botschafter Nicaraguas, Samuel Santos Lòpez. Zu seinem Eintreffen mit Gefolge kamen der zweite Geschäftsführer von Buddy Bär Berlin, Michael Stefanescu, mit Kathleen Brunsch, der Managerin. Auch hier hatte ich ein Foto vorbereitet. Auf dem sah man den UBB mit Botschafter und Herrn Stafanescu. Als der Botschafter das Foto sah und begeistert meinte, das würde ihm auch gefallen, schenkte ich ihm eins.

So kam der 14. April 2010 schneller als gedacht und der Abbau ging um 19 Uhr los, wieder von den Aufbau-Teams. Wir begrüßten uns wie alte Bekannte. Neu war beim Abbau, dass dieser von einem Kameramann für das Fersehen (Deutsche Welle) gefilmt wurde, der demnächst auch in Kasachstan dabei sein wird. Das erfuhr ich von Herrn Weber, so heißt der Filmer, er wird mit mir zusammen hinfliegen. So komme ich dann nicht ganz allein in Kasachstan an.
Gegen 21 Uhr machten Gerd und ich Feierabend und fuhren heim. Nächste Woche werde ich noch den Abtransport nach Kasachstan fotografieren.

Es war wieder eine gelungende Ausstellung und freue mich, wenn es heißt: "Frau Rieck, Sie dürfen mit".

Fotos

 


© Website + Fotos: Doris Rieck