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Bericht zur Eröffnung des
United Buddy Bears Kreises

in Helsinki (Finnland) vom 01 September - 26. Oktober 2010

Heute, am 29. August 2010 meinem Geburtstag, brachte mich Gerd zum Flughafen Tegel. Die Annahme ich wäre die Erste stellte sich als Trugschluss raus. Das Ehepaar Herlitz und Stefanescu waren schon da und gratulierten mir auch nach der Begrüßung ganz herzlich. Als kurz darauf Kathleen Brunsch erschien gingen wir zum Einchecken. Wegen des angemeldeten Übergepäck begleitete uns Dr. Herlitz, damit alles korrekt abläuft. Frau Stefanescu verabschiedete sich, denn sie blieb in Berlin, und so gingen wir zur Kontrolle. Hier wurde mein Fotokoffer zum Scannen auf einen extra Tisch gestellt. Als man nach dem dritten Scannen zufrieden war, durfte ich alles einpacken. Zwischendurch klingelte mein Handy mit einer SMS vom Flughafen. Ich hatte die Serviceeinrichtung vom Flughafen genutzt. Der Abflug soll erst zu 16 Uhr starten, also eine halbe Stunde später. Es störte uns nicht weiter, denn unsere Flugzeit dauert nur knappe zwei Stunden. Im Flugzeug half mir ein starker, blonder Typ, bestimmt ein Finne, meine Fotokoffer nach oben zu heben.

In Finnland angekommen empfing uns der Pressereferent Herr Bussian von der deutschen Botschaft. Er sollte uns die ganze Zeit unserer Anwesenheit in Finnland behilflich sein. Auf dem Weg zum Hotel hielten wir an einer Autovermietung und Dr. Herlitz nahm sich einen Wagen. Da wir 30 Kilometer von der Stadt wohnten, war es preiswerter mit einem Mietwagen zu fahren, als jedesmal ein Taxi zu nehmen.
Wir wurden mit einer gedeckten Tafel empfangen. Das heißt, wir bekamen ein wunderbar schmeckendes Essen und Getränke, was uns natürlich sehr gut gefiel. So hatten wir zu meinem Geburtstag noch ein paar nette Stunden. Frau Herlitz schenkte mir ein schönes, mit braunen Muster versehenes Halstuch. Für den nächsten Morgen verabredeten wir uns zu Abfahrt um 7 Uhr. Danach packte ich meine Koffer aus, legte meine Sachen für morgen zurecht und ging schlafen.

30. August
Zur frühen Stunde, halb sieben, ging ich frühstücken. Jetzt sah ich unsere Hotelanlage erst einmal richtig. Es waren viele, flache Häuser und man konnte in fünf Minuten am See sein. Eine schöne Anlage. Das Frühstück war auch schon aufgestellt, so dass wir alle gut und reichlich essen konnten.
Da wir nur einmal am Tag, früh morgens, zum Senatsplatz gefahren wurden, musste ich daran denken, alles mitzunehmen. Zum Beispiel die Kamera mit allen Akkus, Regensachen und was mir so einfiel. Früh am Morgen musste ich mir was Warmes anziehen, brauchte aber gegen Mittag den Pullover nicht mehr.
Als wir am Senatsplatz eintrafen, dort sollten die United Buddy Bears (UBBs) aufgestellt werden, waren die ersten Mitarbeiter von der Firma DB Schenker schon anwesend. Der Senatsplatz erinnert mich ein wenig an Berlin. Obwohl er aussieht wie ein architektonisch einheitlich durchgeplanter Ort, wirkt er keineswegs steril. An der Südseite stehen im 18. Jahrhundert errichtete Kaufmannshäuser, einige Cafés beleben die Szenerie. Lustig ist zu sehen, wie die Touristen versuchen, möglichst viel Senaatintori mit kompletter Domkirche gleichzeitig zu fotografieren. Bei schönem Wetter gleicht die Treppe einem internationalen Jugendtreff. Als Helsinki im 19. Jahrhundert zur Hauptstadt ernannt worden war, entwickelte Johann Albrecht Ehrenström einen neuen Bebauungsplan. Mit der Gestaltung beauftragte er den Berliner Architekten Carl Ludwig Engel. In der Platzmitte nimmt eine Statue des Zaren Alexander II. ein. Sie ist von Skulpturen umgeben die Frieden, Recht, Wissenschaft, Kunst und Arbeit darstellen.
Der große 1852 fertiggestellte Dom, ehemals Nikolaikirche genannt, liegt auf einer Anhöhe. Der weiße Bau mit den kupfergrünen Helmen ist auch von der See noch weithin zu sehen. Begonnen wurde er 1830 von Engel. Nach dessen Tod übernahm sein Landsmann Ernst B. Lohrmann die Arbeit. Im Innenraum befindet sich eine Orgel mit 5.614 Pfeifen und 57 Register.
Das Hauptgebäude der Universität wurde 1932 von Engel fertiggestellt. Die Fassadengestaltung harmoniert deutlich mit dem gegenüber befindlichen Regierungspalais.
Es dauerte nicht lange und der erste Lastwagen kam vorgefahren. Nachdem alle Leute von Schenker eingetroffen waren, begrüßten wir uns und es ging mit dem Entladen los. Als erstes kamen die Betonsockel und vier Kisten mit United Buddy Bears an, wobei der Extra Buddy Bär "Einstein" dabei war. Dort in der Kiste befinden sich immer Materialen zum Aufbau. Durch die Bekanntheit des Domes hielten hier auch die Touristenbusse und die Leute stürmten trotz Absperrung auf den Platz und fotografierten die einzelnen Bären, die schon aufgestellt waren, was für die Schenker-Leute nicht immer einfach war. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Meinen Pullover hatte ich schon ausgezogen und die Regenjacke umgehängt. Es ging jetzt Schlag auf Schlag mit dem Auspacken, Betonplatten und Kisten verteilen, UBBs aus den Kisten entfernen und die leeren Kisten gleich wieder aufladen und abtransportieren. Ich hatte das Gefühl, dass ihnen die Bären gefielen und sie ihre Freude hatten diese aufzustellen. Es war so gut organisiert, als hätten die Schenker-Leute das schon oft gemacht. Ich machte viele Fotos vom Aufbau. Die Sockelschilder auf denen das Land des Bären stand und die Sponsoren wurden verteilt und angeschraubt. Wieder wurden die Bären nach dem Alphabet, in Finnisch, aufgestellt und sie hatten zum Teil wieder einen anderen Nachbarn als in Astana zuvor.
Ein Fernsehteam kam und machte ein Interview mit Frau Herlitz und nahm einige Zeit das Auspacken und Aufstellen auf. Gegen Mittag ging ich zum Hafen, nur fünf Minuten entfernt vom Platz. Hier sah man rechts die alte Markthalle, die ich mir einen anderen Tag ansehen werde. Zur linken Seite umsäumten Marktstände den Hafen. Sie boten Souveniers, Wollsachen sogar selbst gefertigte Pelze und viele andere Dinge. An den Ständen mit den Stricksachen konnte man sogar beim Stricken zusehen und ich durfte es auch mit der Kamera festhalten. Hungern musste man auch nicht, denn es waren viele Stände mit Essgelegenheiten.
Eigentlich hatte ich vor mir eine Drei-Tages-Touristenkarte zu kaufen. Da ich aber sah, wie nahe alles um den Senatsplatz war, ließ ich es sein. Auf dem Wasser sah ich zwei große Schiffe, die hier oft anlegten. Natürlich gab es hier Schiffsrundfahrten und da eines gerade ablegen wollte, fuhr ich mit diesem mit und sah mir alles vom Wasser aus an. Der Preis war mit 19 Euro zwar ein wenig heftig, aber ich komme sonst ja nicht mehr nach Helsinki. Wunderbare Fotowolken begleiteten uns wärend der Fahrt und ich machte meine Aufnahmen. Ich ließ mich auch von einem Passagier fotografieren, danach nahm ich ihn mit seiner Kamera auf. Nachdem das Schiff angelegt hatte, wollte ich zum Platz. Aber es begegneten mir Michael und Kathleen, die eine Kleinigkeit essen wollten. Ich schloss mich an und wir genossen bei Creps mit Schinken und Käse und einem Getränk das Treiben an dem sonnigen Hafen. Auf dem Rückweg zum Platz sahen wir uns noch die Stände an. Gegen 18 Uhr beendeten die Mitarbeiter von Schenker ihre Arbeit. Es standen 136 United Buddy Bears auf ihren Betonplatten mit ihren passenden Sockelschildern und die leeren Kisten waren alle abtransportiert. Jetzt warteten wir noch auf Marina uns Andrej Bitter aus Berlin, die von Herrn Bussian vom Flughafen abgeholt wurden. Es sind unsere Künstler, die die meisten Buddy-Bären gestaltet haben und hier die Reparaturen vornehmen werden. Bei jeder Ausstellung gibt es UBBs, die besonders abgeliebt wurden und so Kratzer und Schrammen haben. Auch Augen oder andere Teile werden als Souvenier mitgenommen. Als sie eintrafen wurden sie von uns freudig begrüßt. Andrej kontrollierte gleich, ob seine Handwerkskiste angekommen war. Den Senatsplatz fanden sie sehr angemessen. In einer Pizzeria nahmen wir das Abendessen ein, zu dem wir eingeladen waren. Zum Hotel ging es dann immer mit zwei Autos. Dr. Herlitz und Hr. Bussian fuhren uns jeden Tag, was wir bei dieser Entfernung sehr dankbar annahmen. Ich sortierte noch meine Fotos, wobei ich für Schenker gleich einen extra Ordner erstellte. Ich werde zur Eröffnung eine CD brennen und diese verschenken. Nun war ich müde und ging gleich schlafen.

31. August
Nach einem reichhaltigem Frühstück ging es zum Platz. Dort nahmen sich Bitters den Bären an und kümmerten sich um deren Gesundheit. Ich machte wieder meine Fotos. Heute hatte ich Glück und eine Schulklasse mit ihren Lehrern kamen an und sie wollten sich die UBBs ansehen. Ich sprach die Lehrer an, stellte mich als Fotografin vor und äußerte ihnen meinen Wunsch, die Schülerinnen und Schüler an den Bären fotografieren zu dürfen. Natürlich bat ich auch um die Erlaubnis, die Fotos auf meiner Webseite zu veröffentlichen, was mir gestattet wurde. Die Kinder machten alles mit und sie lachten viel über die Art, wie sie von mir fotografiert wurden. Ich bedankte mich herzlich und hielt weiter Ausschau nach einem netten Motiv. Es dauerte nicht lange und es kamen zwei Frauen in Schwesternkleidung. Dem Aussehen nach schätzte ich sie als Inderinnen ein. Sie schauten sich die Bären mit großem Vergnügen an. Als ich sie ansprach und fragte ob sie aus Indien kämen, sagte sie Ja. Ihre Heimat ist Indien, sie sind aber als Missionare zur Zeit in Finnland. Zuerst zierten sie sich ein wenig auf meinen Wunsch, sie fotografieren zu dürfen. Als ich ihnen versprach, Fotos zu schicken gaben sie mir aber auch die Einwilligung zur Veröffentlichung. Zum Schluss schenkten sie mir noch ein geweihtes Madonnen-Medaillon, was mich sehr berührte.
Nach einem Interview mit der Presse verabschiedeten sich das Ehepaar Herlitz. Sie wollten zu einer Insel in Estland fahren.
Gegen 12 Uhr gingen Kathleen, Michael und einen Kaffee trinken, wo auch einige Leute von Schenker saßen, die hier ihre Pause machten. Als wir gingen, nahmen wir für Bitters noch Kaffee mit, was sehr gut ankam.
Touristen strömtem über den Platz, obwohl er abgesperrt war, was aber keinen kümmerte. Bei den Bitters krochen sie fast in die Materialkiste, um mitzuerleben, was mit den UBBs geschieht. In Rekordzeit hatten die Mitarbeiter von Schenker alles aufgestellt und ich machte zum Schluss ein Gruppenfoto von allen. Von Michael Stefanescu bekamen sie einen Mini-Buddy-Bär als Dankeschön. Gegen 14 Uhr gingen wir wieder in die Pizzeria. Die meisten bestellten sich was zum Essen, aber ich nahm nur einen Kaffee. Für abends hatten wir eine Einladung von Dr. Herlitz zum Essen und das reicht mir. Danach ging ich in die älteste Markthalle Helsinkis aus der Zarenzeit. Der rotweiße Backsteinbau wurde 1888 von Gustaf Nyström als Ergänzung zum Freihluftmarkt erbaut. Der Bummel durch die Halle war ein sinnliches Erlebnis. Es roch appetitlich nach allerlei Lebensmitteln, verlockend präsentierte Waren boten ein buntes Bild. Man konnte an diversen Ständen die Finnland-Klassiker Lachs und saunageräucherten Rentierschinken erwerben. Die Austattung war in edlem, dunklem Holz und schön anzusehen. Einige Stände boten leckere Sachen zum Essen und die Versuchung war groß. Ich machte einige Fotos und ging weiter zum Kaufhaus Stockmann - ein Muss wie in Berlin das KaDeWe. Hier blieb ich aber nur kurz, denn ich wollte in die Sonne und ging zum Platz zurück. Das Angenehme war, man konnte alles gut zu Fuß erreichen, da es in der Nähe des Platzes ist. Eigentlich hatte ich vor mir Helsinki anzusehen aber die Sonne war so angenehm, dass ich auf dem Platz blieb und genoss, wie die die Touristen die Bären besuchten. Inzwischen war die Absperrung weg, die Touristenbusse hielten hier wegen des Domes und so bekamen die Bären viele Besucher. Es machte Freude wie sie versuchten, sich mit den Bären zu fotografieren, die Kinder in Position zu bringen und Fotos zu machen. Als mich Kathleen auf einen Vater aufmerksam machte der ein Kleinkind im Tigerstrampler auf dem Arm hielt ging ich zu ihm hin. Ich sprach ihn an, er konnte ein wenig Englisch, und ich stellte mich vor. Er war mit der Familie hier und die anderen zwei Kinder horchten gespannt zu. Ich bat ihn zum UBB El Salvador zu kommen und zeigte ihm den Bären. Er verstand jetzt meine Bitte: El Salvator ist mit einem Tiger bemalt und der passende Strampler vom Kind machte sich wunderbar. Der Vater stellte sich meinen Bitten nach so, wie ich es für gut befand. Als Dankeschön bekam er einen Mini-Buddy-Bären. Bei der Ehefrau bedankte ich mich auch noch für die Zeit die sie warten musste.
Die Zeit war gekommen und wir gingen zum Restaurant, zu dem uns Dr. Herlitz eingeladen hatte. Es befand sich neben der Uspenski-Kathedrale und man konnte aus einen der Dachfenster die Kuppel sehen.
Uspenski ist eine Ableitung des slawischen Wortes "uspenie", was soviel wie "in den Schlaf fallen" bedeutet und die Kirche mit den Namen "entschlafende Jungfrau Maria" geweiht wurde.
Von der Botschaft waren noch die Mitarbeiterinnen Hr. Bussians eingeladen, so dass wir eine größere Gesellschaft waren. Das Essen war vorzüglich und wir genossen den Abend. Hr. Bussian bekam einen kleinen Buddy-Bären geschenkt, was ihn sehr freute. Danach besuchten wir die Bären und waren ein wenig über die spartane Beleuchtung enttäuscht. Ich konnte leider keine guten Nachtaufnahmen machen, naja man kann nicht alles haben. Zurück zum Hotel, es war 23 Uhr, ließ sich meine Tür nicht öffnen. Zum Glück wohnten in meinem Hausteil auch Michael und Kathleen. Nachdem auch sie mit dem Öffnen scheiterten rief Kathleen den Notdienst an, der auch schnell kam. Nach einem Gutenachtgruß ging's auf mein Zimmer, die Akkus aufgeladen, die Fotos von der Kamera umgeladen und sortiert und gegen ein Uhr ging ich schlafen.

Heute am 1. September
war der Eröffnungstag und ich hatte etwas länger schlafen können. Mit Kathleen frühstückte ich reichlich und in Ruhe. Danach gingen wir auf mein Zimmer und sie sortierte sich für die Newsletter die passenden Fotos raus. Inzwischen brannte ich für Schenker eine CD, die ich auf dem Platz übergeben wollte. Dann zog ich mich für die Feier um und packte meine Kamera und drei Objektive ein. Mutig oder leichtsinnig wie ich war, nahm ich kein Regenschirm mit, denn bis zu dieser Zeit schien die Sonne. Die Prognose der Dame vom Frühstücksbuffett lautete "heute trocken". Sie teilte mir jeden Tag den Wetterbericht mit, der meistens auch stimmte. Gegen 12 Uhr holte Dr. Herlitz seine Frau und uns ab. Neu standen auf dem Platz nebeneinander zwei Infostände. Davon einer, der kleine Buddy-Bären verkaufte. So konnte ich meine Sachen, die ich nicht benötigte, dort unterbringen, was für mich eine große Erleichterung war. Als erstes machte ich meine Fotos mit dem Objektiv Fisheye. Den Kreis von allen Seiten und oben vom Dom runter. Das war wunderbar, denn ich hatte den kompletten Kreis drauf. Danach tauschte ich das Objektiv gegen ein Weitwinkel aus. Zur Eröffnung stehe ich nahe an den geladenen Gästen und die Redner, die das Band durchschneiden. Dazu benötige ich das extreme Weitwinkel. Dem Chef von Schenker schenkte ich die von mir erstellte CD, worüber er sich sehr freute. Von Dr. Herlitz bekam er auf der Bühne als Dankeschön für die in Rekordzeit aufgestellten Bären einen ein Meter großen Buddy-Bären überreicht, der von der Künstlerin Klio Karadim gestaltet war.
Nach Zeromonie, Eröffnungsreden und das Band durschneiden, bat ich dem deutschen Botschafter Dr. Peter Scholz und den Oberbürgermeister und Schirmherr Jussi Pajunen sich mit dem Finnischen Buddy Bear fotografieren zu lassen, was sie auch taten. Dazu gesellten sich auch die Bayrische Ministerin Christine Haderthauer, die sich zur Zeit in Finnland aufhielt, und Herr Bussian. So konnte ich tolle Fotos machen.
Zu 19 Uhr hatten wir eine Einladung der Botschaft durch Hr. Bussian im Goethe-Institut. So holte ich meine restlichen Sachen vom Infostand an dem ich noch ein T-Shirt geschenkt bekam mit Aufdruck der United Buddy Bears in Helsinki 2010. Das nahm ich dankend an und freute mich sehr. Inzwischen habe ich eine nette Sammlung von T-Shirts aus den verschiedenen Ländern der UBB-Stationen. Im Goethe-Institut waren viele Gäste zu sehen, die vorher schon auf dem Senatsplatz waren. Wir bekamen eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken, es war eine lockere Atmophäre. In Berlin hatte ich mir eine Fotomontage vorbereitet, auf der ich Autogramme sammeln wollte. So bekam ich welche vom Botschafter, vom Chef der Fa. Schenker und der Ministerin aus Bayern. Vom Oberbürgermeister der Stadt Helsinki musste ich es mir am nächsten Tag besorgen, auch hier hatten wir eine Einladung, denn er war nicht anwesend. In den Räumen fand gerade eine Comic-Ausstellung statt und ich konnte mir einiges ansehen. Da der Abend auf privater Ebene ablief, machte ich keine Fotos. Später fuhren wir ins Hotel zurück, wo alle noch ans Wasser gingen. Ich aber habe drauf verzichtet, es war mir zu kalt und ich war auch müde. Lieber speicherte ich noch die Fotos auf meiner externen Festplatte und für Kathleen sortierte ich wieder welche raus.

2.September
Gut gefrühstückt kam Kethleen kurz zu mir um sich alle Fotos für ihre News auf einen Stick zu laden. Dr. Herlitz fuhr uns zur Deutschen Botschaft, wo wir zu 10 Uhr eine Einladung zur Besichtigung hatten. Bitters waren schon zurück nach Berlin geflogen. Ein am Wasser gelegener grauer, flacher Bau war zu sehen. Wir wurden von Herrn Bussian in Empfang genommen und in der Botschaft herumgeführt. Nach der Besichtigung fuhren wir zum Senatsplatz. Hier trennten sich unsere Wege. Kathleen und ich wollten, so weit die Füße mitmachen, die Stadt besichtigen und die anderen nach ihren Plänen was unternehmen. Wir gingen im Esplanaden-Park entlang, einem Grünstreifen mit Kurparkambiente, mondäne Shoppingmeile und noble Geschäftsadresse. Mit dem Senatsplatz und dem Marktplatz bildet er den ältesten Teil der historischen Innenstadt. Der elegante Boulevard teilt sich in zwei Parallelstraßen mit Häuserzeilen, die zum stilreinsten der Stadt zählen. In der einen Straße befinden sich die schönsten und reichhaltigsten Geschäfte mit geschmackvoll dekorierten Schaufenstern und finnischem Kunsthandwerk. Auf der anderen Seite liegen Regierungsgebäude, Banken, Versicherungen und Läden.
Einige Häuser waren von Theodor Höijer. Finnlands "kulturelle Verbindungstür zum Rest der Welt", die Akademische Buchhandlung, entwarf der berühmte Architekt Alvar Aalto. Wir gingen weiter durch die Anlage am Johan-Ludvig-Runeberg-Denkmal entlang zum Café Kappeli. Den nischenreichen Holzpavillon entwarf Axel Hampus Dalström. Weiter zum Hauptbahnhof am Nationaltheater, erbaut von Onni Tarjanna. Davor stehend ein Denkmal des finnischen Nationaldichter Aleksis Kivi. Hinter dem Bahnhof beginnt der Kaisaniemi-Park, den wir nur kurz durchliefen. Das Wetter war sehr kühl und stürmisch, so kamen uns die schönen Geschäfte sehr gelegen. In einigen stöberten wir und wärmten uns dabei auf. In der Mensa nahmen wir eine Kleinigkeit zu uns, kurz darauf trafen wir Michael, der sich in der bekannten Buchhandlung umgesehen hatte. Auf dem Platz kamen wir alle wieder zusammen und fuhren zum Hotel, um uns für das Essen beim Oberbürgermeister umzuziehen. Pünktlich erreichten wir das Gebäude und wurden von Herrn Jussi Pajunen auf herzlichste begrüßt. Der Botschafter Dr. Peter Scholz kam mit Herrn Bussian. Nach einem Empfangsgetränk wurden wir in den Speise-Salon geführt. Alles sehr vornehm, sehr gediegen und sehr angenehm. Den Mocca nahmen wir in einem anderen Salon ein. Das Ende nahte mit der Übergabe von Geschenken, die von Herrn Pajunen an das Ehepaar Herlitz und dem Botschafter überreicht wurden. Nun nahm ich meine Mappe mit der Autogrammkarte raus. Ich hatte auch Fotos mit, die ich am Vormittag für den Bürgermeister und Botschafter ausgedruckt hatte. Beim Überreichen dieser bat ich Michael, dem Bürgermeister zu bitten, mir ein Autogramm zu geben. Ich wollte mich mit meinem Englisch nicht blamieren. Er unterschrieb es mit einem Lächeln. Die Fotos gefielen ihm, obwohl es nur Montagen waren. Der Abschied fiel sehr herzlich aus, auch von unseren Dauerbegleiter Herrn Bussian. Auf dem Weg zum Hotel war es im Auto sehr ruhig. Jeder hing seinen Gedanken nach. Michael, Kathleen und ich gingen zu unserem Haus, wo wir uns noch kurz über den Abend unterhielten. Er war für uns sehr beeindruckend gewesen und wir hatten ihn sehr genossen. Ich schlief sehr gut.

3. September
Das letzte Frühstück schmeckte noch einmal sehr gut. Kathleen war schon um halb sechs nach Berlin geflogen. Sie wollte noch ins Büro, ihre News eingeben, da sie am nächsten Tag in den Urlaub flog. Bei der Bedienung, die mir immer den Wetterbericht mitteilte und von mir "guten Morgen" auf Deutsch lernte (und ich auf finnisch), verabschiedete ich mich mit meinen letzten Mini-Buddy-Bären. Sie freute sich sehr und prognostizierte mir für heute nur Sonnenschein, was aber unwichtig war, weil wir ja abflogen. Wir fuhren zum Flughafen, wo Michael den Wagen übernahm. Er blieb noch zwei Tage. An der Kontrolle musste ich meinen gesamten Fotokoffer auspacken. Zum Glück war genügend Zeit und ich konnte alles wieder in Ruhe einräumen. In einem der Shops kaufte ich mir einen kleinen, silber gebürsteten Elch, sehr modern, aber schön. Als ich meinen Platz im Flugzeug eingenommen hatte, schaute ich mir die Passagiere an, die noch nach mir kamen. Bei einem meinte ich den Botschafter zu erkennen, was sich beim Aussteigen als richtig heraus stellte. Da ich ein Fensterplatz hatte, machte ich beim Anflug auf Berlin einige Fotos. Auf das Gepäck mussten wir außergewöhnlich lange warten. Nach Erhalt verabschiedeten wir uns herzlich und jeder ging seines Weges. Mit dem Abholen klappte es wunderbar. Ich brauchte nicht lange zu warten bis Gerd kam, um mich nach hause zu fahren.

Es war wieder ein wunderbares Erlebnis und würde mich freuen
wenn es wieder heißt: "Frau Rieck, Sie dürfen mit!"

Fotos

 


© Website + Fotos: Doris Rieck