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Bericht zur Eröffnung des
United Buddy Bear Kreises

in Tokio vom 1. - 7. April 2005

Auf nach Tokio...

Am 1. April 2005 zur frühen Stunde, 8.00 Uhr, traf ich mich mit Andrej Bitter im Flughafen Tegel. Sein Sohn hatte ihn hingebracht und mich mein Freund Gerd. Gegenseitig fragten wir uns noch ab, ob an alles gedacht wurde. Da stellte sich heraus, dass sich Andrej überhaupt nicht über Tokio informiert hatte. So hatte er keine Stecker für die dort vorhandene Stromversorgung mit. Sein Sohn ging los und besorgte dieses wichtige Teil, sonst hätte Andrej seinen Laptop und die Aufladegeräte nicht benutzen können. Jetzt war auch Zeit zum Einchecken, was wir auch taten, und flogen um 10.20 Uhr nach Frankfurt/Main. Weiter ging es nach Tokio um 13.45 Uhr und kamen dort am 2. April um 7.40 Uhr Ortzeit an. Auf Andrej hatte ich immer ein Auge damit er mir nicht abhanden kam; denn er sprach kein Englisch und kannte sich auf Flughäfen nicht aus. Wir sollten so schnell wie möglich aussteigen, diesen Hinweis erhielt ich per Mail am 31. März von Dr. Herlitz, der schon in Tokio war. An der Passkontrolle soll es sehr lange dauern. Da wir aber im Flugzeug mehr im hinteren Bereich saßen, hatten wir keine Chance dies umzusetzten. Nachdem wir schon eine Weile standen, schaute ich mich um und sah einige Reihen (mindestens 1 bis 1 1/2 Std.) hinter uns Frau Herlitz stehen, die mit einer anderen Maschine aus Sydney gekommen war. Die Freude war groß und ich winkte, dass sie zu uns kommen möge. Bei den anderen Wartenden bat ich um Entschuldigung und Erlaubnis mit der Begründung, dass wir zusammen ins Hotel müssen, was auch akzeptiert wurde. Uns, Andrej und mir, kam zu Gute, dass sie schon mal in Tokio war und wusste, wie wir und mit welchen Bus wir zum Hotel kamen. Da wir noch Zeit hatten bis der Bus kam, gingen wir in den Internetraum und schickten E-Mails an unsere Lieben in Berlin. So hatten wir die beste Gelegenheit für wenig Yens uns bei den Zurückgebliebenen zu melden. Der Bus kam, das Gepäck bekam eine Kontrollnummer, und ab ging es zum Hotel Okura, wo wir von Dr. Herlitz, dem Vater aller Buddy-Bären, in Empfang genommen wurden.
Dr. Herlitz erzählte uns kurz vom Aufbau des Kreises der nachts stattfand und Herr Hujer (Manager v. BB), den ich schon vermisst hatte noch schliefe. Das heißt, dass beide Herren nach dem Frühstück sich für einige Stunden schlafen legten. Dr. Herlitz hatte für den Empfang eine Ausnahme gemacht, damit er uns entsprechend einweisen und berichten konnte. Andrej und ich gingen erst mal auf unsere Zimmer und trafen uns gegen 17.00 Uhr wieder. Wir fanden im Hotel ein Restaurant und aßen eine Kleinigkeit. Dann fuhren wir mit Herrn Hujer, den wir freudig am Empfang begrüßten zusammen in einem Taxi zum Platz "Roppongi Hills" hin. Andrej und ich wurden fast immer von einen der Herren oder Frau Herlitz in einem Taxi mitgenommen. Dadurch lernten wir leider nicht die U-Bahn kennen. Da nur nachts aufgebaut werden konnte (durch eine U-Bahnstation gingen am Tage tausende von Menschen über den Platz), dauerte es drei Nächte, bis alle Bären standen. Es handelte sich hier um eine Grünanlage, deshalb wurden die Bären auf den Wegen in Reihen aufgestellt, nicht wie üblich im Kreis, was aber auch gut aussah. So machte ich meine Fotos bei Dunkelheit, was eine Umstellung für mich war. Bei Digitalkameras kann man gleich kontrollieren, wie und wo ich was einstellen muss, um vernünftige Fotos zu machen. Frau Lie aus Seoul lernte ich auch gleich kennen. Sie ist ja danach mit den United Bären dran und wollte wissen, wie hier alles gestaltet wurde. Auch hier hatte ein Teil der Bären wieder einen neuen Nachbar, da das ABC hier anders geschrieben wurde, als in der Türkei. Am ersten Abend hielt ich es bis 23.30 Uhr aus, dann war ich so müde, dass ich auf der Stelle hätte schlafen können. Mit dem Taxi ins Hotel, kurz gewaschen und ab ins Bett. Durch die Zeitverschiebung schlief ich wie eine Tote, fühlte mich aber am nächsten Morgen gut. Andrej und ich hatten uns zum Frühstück verabredet und taten dies auch ausgiebig, denn es musste lange vorhalten. Ich hatte mir aus Berlin vorsichtshalber Müssliriegel mitgenommen für die Mahlzeit zwischendurch, was ich auch manchmal brauchte. Zu 11.00 Uhr waren wir mit Frau Herlitz verabredet und fuhren mit ihr zum Platz, um die Arbeit der Nacht zu betrachten. Andrej musste anfangen, die Bären zu restaurieren, denn einige waren etwas lädiert. Ich selber begrüßte schon mal meine Freunde, die Bären. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, als würden diese sich freuen, mich zu sehen. Menschenströme kamen aus der U-Bahnstation und blieben, trotz der Eile die sie hatten, stehen und bestaunten und fotografierten mit ihren Handys die Bären. Natürlich hielt ich wieder alles mit der Kamera fest.
Nachmittags lud uns Dr. Herlitz und seine Frau zu einem Ausflug auf den 330 m hohen Tokio Tower (wie unserer Fernsehturm) ein. Er ist rot-weiß gestrichen und mit 176 Lichtern ausgestattet, was in der Nacht toll aussah. In Richtung Osten konnte man unter anderem sehen: Mt. Tsukuba, Atago Green Hills, Ginza Area, Shiodome Area, Hama Rikyu Garden, World Trade Center Building . Im Süden: Ship Terminal, Rainbow Bridge, Museum of Maritime Science, Shinagawa Area und viels mehr. Im Westen: Keio University, Landmark Tower, Australien Embassy, Ebisu Garden Place und auch Roppongi Hills. Im Norden: Roppongi Area, Tokio Oper, Izumi Garden Tower, TV Tokio und und und. Es gefiel uns sehr denn, die Sonne schien und man hatte einen guten Weitblick. Anschließend einen Kaffee getrunken, noch kurz zum Platz unserer Bären und dann mit dem Taxi ins Hotel.
Für abends waren wir zum Essen eingeladen. In der 16. Etage mit Blick auf die Stadt bei Nacht wurden wir von den einigen Sponsoren begrüßt und gebeten, es uns schmecken zulassen. Mit Stäbchen zu essen kannten wir ja nun schon und so speisten wir Sachen die wir nicht kannten, die aber lecker schmeckten. Dr. Herlitz überreichte nach dem Essen die beiden ein Meter großen Buddy-Bären, die er als Geschenk mitgebracht hatte. Danach sind wir wieder zum Platz gelaufen, um die Aufstellarbeiten zu beobachten. Die Bären kamen aus dem Gebäude "Roppongings Hills", aus dem Keller, wurden auf einem Rolli durch den Park gefahren bis zur Platte hin, die für den jeweiligen Bär schon bereit lag. Dann angeschraubt, ein wenig gesäubert und auf zum Nächsten. Die Aktion erregte viel Neugier bei den vorbei eilenden Leuten. Manch einer blieb stehen und sprach uns, meistens in Englisch, an. So versuchte ich mit meinen schwachen Kenntnissen die Sache zu erklären. Oft hatte ich aber Glück und einer der Herren war in der Nähe. So sagte ich dem Interessierten, sie mögen zu Herrn Hujer oder Dr. Herlitz gehen. Der ganze Aufbau verlief vorbildlich weil alles bis ins Kleinste geplant und organisiert war. Gegen Mitternacht fuhr ich aber ins Hotel und ging schlafen.
Vor dem Frühstück ging ich in den Internetraum und transportierte meine Aufnahmen vom Vortag und der Nacht auf eine externe Festplatte, die ich extra mitgebracht hatte. Dabei schickte das eine oder andere Bild nach Berlin zu Frau Hirt und auch mal eines zu einen meiner Söhne.
Der Tag der Eröffnung war sehr bewölkt, einige Tropfen fielen und der Wind war sehr heftig. Wir hatten heute früher als sonst gefrühstückt und so fuhren wir rechtzeitig los. Obwohl wir noch zwei Stunden Zeit hatten, war schon alles entsprechend abgesperrt und vorbereitet. Für die Gäste standen zur rechten Seite der Bühne die Stühle. Vor der Bühne, mit entsprechenden Abstand, war Platz für die Presse geschaffen worden. Links die einheimische Presse und rechts die aus aller Welt. Die Presse mit Stativen hinten und die mit ihren Kameras vorne. Heute zur Eröffnung kam auch unser Bundespräsident Horst Köhler mit seiner Frau. Dadurch, dass gleichzeitig auch das Goethe-Jahr eröffnet wurde, hatten wir das große Glück, unser Präsidentenpaar bei einer United-Buddy-Bear-Eröffnung im Ausland begrüßen zu dürfen. Auch der Premierminister kam und signierte anschließend mit unserem Präsidenten den Extra-Bär vom Künstler Frank Rödel. Dabei wurde ich erst mal von den Presseleuten umgerissen. Alles stürmte zum Bären, der links etwas abseits von der Bühne stand. Dadurch hatte ich keinen Platz mehr vor dem Bär bekommen, aber ich hatte einen viel schöneren erwischt. Das Ehepaar Herlitz stand rechts vom Bär auf einem erhöhten Podest und ließen mich mit darauf stehen. So konnte ich gute Fotos machen, die keiner so schön hatte wie ich. Anschließend ließ ich mir von Horst Köhler ein Autogramm geben. Ich hatte in Berlin ein Bild vorgefertigt mit dem Bären und ihm, und als Hintergrund "Roppongings Hill", was ihm gut gefiel und er auch signierte. Danach brauchte ich erst mal eine Pause und ging Kaffee trinken. Zu 18.00 Uhr war ich zur Feier vom Goethe-Institut eingeladen. Bis dahin fotografierte ich die Besucher, die sich jetzt in Massen die Bären ansahen und wie wild auch fotografierten.
Zur Feier kamen viele geladenen Gästen, darunter natürlich das Bundespräsidenten-Paar. Was ich als sehr angenehm fand war, dass wir alle persönlich von Frau Limbach begrüßt wurden. Sie ist die Vorsitzende des Goethe-Institut. Hier durften wir von der Presse nur an bestimmten Stellen unsere Fotos machen. Wärend des Essens und Plauderns am Tisch durften keine Fotos gemacht werden was ich in Ordnung fand. Zum Abschied bekam jeder eine Tüte als Geschenk überreicht, in der unter anderen eine Spielmaus drin war, die mir sehr gefiel, weil ich Stofftiere (überwiegend Teddys) sammle.
Das ich nur noch so ins Bett fiel, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Der nächste Tag verlief ruhig. Andrej und ich fuhren nach eine ausgiebigen Frühstück zum Platz und gingen auch dort in der Umgebung spazieren. Wir fotografierten auch viel von der Stadt und sind zwischendurch immer wieder zu den Bären und haben dort Fotos gemacht. Nachmittags habe ich mit dem Ehepaar Herlitz Fotos nach Berlin versandt, Kaffee getrunken und dann ab ins Hotel, Koffer gepackt und schlafen gegangen.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Berlin, wo wir am Tag darauf um 17.00 Uhr ankamen. Gerd holte uns ab, brachte erst Andrej Bitter nach Hause und dann mich. Ich erzählte ihn in groben Zügen von meiner Reise. Nachdem wir ein Kaffee getrunken hatten, ließ er mich allein und ich konnte mich erholen, was ich ausgiebig bis zum nächsten Tag tat.

Auch diese Reise war wieder ein schönes Erlebnis

Fotos

 


© Website + Fotos: Doris Rieck